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Wie Sie in Südamerika sicher Auto fahren

Datum: 20.03.2015 | Kategorie: mietwagen

Sie haben sich für eine Mietwagen Rundreise in Südamerika entschieden? Dann haben Sie eine gute Entscheidung getroffen! Eine Mietwagen Rundreise ist sicherlich die schönste Art zu reisen - individuell, flexibel und mit RISA stets in guter Begleitung.

Damit Sie Ihre Reise gut vorbereitet beginnen, stellen wir Ihnen hier die 22 wichtigsten Tipps für Sie als Selbstfahrer in Argentinien und Chile zusammen. Bei Fragen rufen Sie uns einfach an!

1. Passen Sie Ihr Fahrverhalten an

Einige Verkehrsregeln und Fahrgewohnheiten sind anders als in Deutschland, der Schweiz und Österreich. Zudem können die Straßenzustände (deutlich) schlechter sein. Fahren Sie daher besonders vorsichtig – aber rechnen Sie jederzeit damit, dass anderen Verkehrsteilnehmer es nicht tun!

Fußballfanns beim Autocorso in Buenos Aires
Fußballfans feiern den 2. Platz bei der Fußballweltmeisterschaft 2014 mit einem Autocorso.

2. Meiden Sie Nachtfahrten

Straßen sind, wenn überhaupt, nur schlecht beleuchtet. Fußgänger, Fahrradfahrer und Tiere sind schlecht oder gar nicht zu sehen. Oft sind auch Autos und Mopeds nicht ausreichend beleuchtet. Zudem erschweren mangelhafte Wegweiser die Orientierung in der Dämmerung.

3. Kein Alkohol am Steuer

Auch in Südamerika dürfen Sie kein Auto mehr fahren, wenn Sie Alkohol getrunken haben.

4. Halten Sie sich rechts.

Grundsätzlich gilt das Rechtsfahrgebot. Doch auf mehrspurigen Straßen wird – wie in den USA – sowohl rechts als auch links überholt.

In Patagonien sind die Straßen frei.
Auf den Straßen Patagoniens - wie hier auf der Ruta 40 - ist das Überholen kein Problem.

5. Achten Sie beim links Abbiegen auf die Straßenführung

Das Straßennetz der Städte besteht aus vielen Einbahnstraßen. Auf den wenigen Straßen mit Gegenverkehr (Avenidas) darf nicht links abgebogen werden um den Verkehrsfluss nicht zu unterbrechen. Die einzige Ausnahme bieten spezielle Abbiegerspuren mit einer eigenen Ampelphase. Anders als in Deutschland befindet sich jedoch die Linksabbiegerspur auf der rechten Fahrbahn. Auch wenn diese Möglichkeit nicht geboten wird, ordnen Sie sich rechts ein, biegen nach rechts ab und fahren um einen Block herum, um anschließend die Avenida zu überqueren. Da die meisten südamerikanischen Städte im Schachbrettmuster gebaut wurden, ist die Orientierung denkbar einfach.

6. Die Richtung der Einbahnstraße erkennen Sie am Straßenschild

Die meisten Straßen in Argentinien und Chile sind Einbahnstraßen. Da die Straßen jedoch parallel verlaufen, ist die nächste Einbahnstraße, die in Ihre gewünschte Richtung verläuft, immer nur einen Block entfernt. In welche Richtung eine Einbahnstraße führt, erkennen Sie meist am Straßenschild: Unter dem Namen der Straße zeigt ein Pfeil in Fahrtrichtung.

7. Beachten Sie im Stadtchaos den Verkehr vor sich

Der Verkehr in (großen) südamerikanischen Städten kann chaotisch sein. Fußgänger gehen über und auf den Straßen, Fahrrad- und Rollschuhfahrer nutzen die Straßenmitte und ungeduldige Auto- und Busfahrer schlängeln sich durch den dichten Verkehr. Die Fahrbahnen werden dabei nicht immer eingehalten. Als Hilfe gilt die ungeschriebene Regel: Achten Sie auf alles, was vor Ihnen passiert. Die Verkehrsteilnehmer, die hinter Ihnen fahren, haben Sie im Auge.

Der Verkehr in den Straßen von Buenos Aires.
Die Straßen in Buenos Aires sind eigentlich immer voll.

8. Fahren Sie auf Naturstraßen besonders vorsichtig und rücksichtsvoll

Besonders auf Schotterpisten und Naturstraßen kann es aufgrund von überhöhter Geschwindigkeit oder unvorsichtigem Fahren zu Unfällen kommen – im schlimmsten Fall mit Überschlag des Autos. Fahren Sie daher besonders vorausschauend. Halten Sie beim Überholen ausreichend Abstand, um Steinschläge und eine unnötige Belästigung durch die Staubwolke zu vermeiden. Aus demselben Grund sollten Sie auch einen Abstand zu entgegen kommenden Fahrzeugen einhalten und die Geschwindigkeit drosseln, wenn Sie an einander vorbei fahren. Die Staubwolke kann Ihnen sehr plötzlich die Sicht nehmen.

Mietwagen Rundreisen in Argentinien und Chile.
Eine Rundreise mit dem Mietwagen ist eine wunderbare Art Argentinien und Chile wirklich zu erfahren.

9. Lassen Sie sich nicht vom Winde verwehen

Der Wind ist vor allem in Patagonien extrem stark und unkontrollierbar. Fahren Sie vorausschauend und greifen Sie das Lenkrad mit beiden Händen. Beim Aussteigen müssen Sie die Türen gut festhalten, damit sie nicht buchstäblich fliegen gehen. Als Grundsatz gilt, immer gegen den Wind zu parken, so kann beim Aussteigen keine Türe abgerissen werden.

10. Nutzen Sie die Warnblinkanlage beim Einparken

Wer am Straßenrand parken möchte, betätigt in Südamerika die Warnblinkanlage und nicht – wie in Deutschland – den Blinker. Tendenziell wird die Warnblinkanlage in Argentinien und Chile öfter eingeschaltet als wir es gewohnt sind.

Begegnungen auf den Straßen Chiles und Argentiniens.
Eine freundliche Begegnung am Straßenrand. Im Hintergrund ist der Vulkan Parinacota im Lauca Nationalpark.

11. Beachten Sie natürliche Warndreiecke

Auffällig platzierte Äste oder größere Steine in der Fahrbahnmitte können auf eine Panne oder einen Unfall hinweisen, der sich hinter der nächsten Kurve ereignet hat. Beachten Sie daher auch diese natürlichen Warndreiecke. Wenn Sie selbst die Straße sichern wollen und Ihr Mietwagen sollte kein Warndreieck haben, können Sie es genauso handhaben.

12. Warten Sie Straßensperren geduldig ab

In Südamerika kommt es regelmäßig – fast täglich – zu Streiks und damit auch zu Straßensperren. In den Städten lassen sich die Straßensperren umfahren. Doch auf Überlandstrecken kann es passieren, dass Sie mit viel Geduld warten müssen, bis sich die Straßensperre wieder auflöst. Dies gilt auch, wenn Grenzposten bestreikt werden. Versuchen Sie nicht auf eigene Faust an einer Sperre vorbei zu fahren. Die streikende Menge könnte Ihnen dabei Ihren Mietwagen beschädigen.

13. Folgen Sie an Baustellen den Anweisungen der Bauarbeiter.

Fahren Sie vorsichtig und in Schrittgeschwindigkeit auf Baustellen zu und an Baustellen vorbei. Meist steht ein Bauarbeiter am Anfang einer Baustelle und zeigt Ihnen mit einer Fahne oder einem Stoppschild, wenn Sie anhalten und abwarten sollen, bzw. schwenkt seine Fahne, wenn die Fahrbahn für Sie frei ist.

Naturstraßen in Argentinien und Chile können in sehr unterschiedlichem Zustand sein.
Die Qualität von Naturstraßen kann sehr unterschiedlich sein. Hier wird gerade eine Straße ausgebessert.

14. Fahren Sie in Schrittgeschwindigkeit auf Polizeiposten zu

Polizeikontrollen, meist an Ortseinfahrten und Provinzgrenzen, sind in Argentinien und Chile üblich. Die Kontrollen sind daran zu erkennen, dass auf dem Mittelstreifen der Straße rot-weiße Pylonen (Verkehrsleitkegel) stehen. Manchmal ist daran angrenzend ein Polizeiposten oder es steht ein Polizeifahrzeug am Straßenrand. Fahren Sie in Schrittgeschwindigkeit auf die Kontrolle zu, stellen Sie den Warnblinker an und öffnen Sie das Fenster. In der Regel winkt Sie der Polizeibeamte durch. Manche fragen Sie aber auch nach Ihrem Führerschein, dem Fahrzeugbrief und den Unterlagen der Mietwagenbuchung. Oft kommt es vor, dass gefragt wird, wo Sie herkommen und wohin Sie weiterfahren. Hierbei handelt es sich um eine übliche Kontrolle. Bleiben Sie den Polizeibeamten gegenüber höflich und respektvoll – so sind sie es von den Einheimischen auch gewöhnt.

15. Halten Sie Ihre Dokumente für den Grenzübertritt bereit

Für den Grenzübertritt zwischen Argentinien und Chile müssen Sie die Dokumente zum Grenzübertritt und die Fahrzeugpapiere (beides erhalten Sie vom Autovermieter), sowie Ihre Führerscheine und Reisepässe vorzeigen. Die Dokumente werden von den Grenzbeamten oftmals noch kopiert bzw. wichtige Daten übertragen. Achten Sie darauf, dass Sie die originalen Dokumente zurück bekommen. Planen Sie genug Zeit für den Grenzübertritt ein. Wenn an der Grenze viel Betrieb ist, kann es zu entsprechend langer Wartezeit kommen.

Ein typischer Grenzposten irgendwo in Patagonien zwischen Argentinien und Chile
Ein typischer Grenzposten irgendwo in Patagonien zwischen Argentinien und Chile.

16. Nehmen Sie genug Wasser und Verpflegung mit

Nehmen Sie ausreichend Trinkwasser und Verpflegung mit. Dies ist umso wichtiger, wenn Sie in abgelegene Gebiete fahren und/oder im Sommer unterwegs sind, wenn hohe Temperaturen herrschen. Auch bei Fahrten in die Höhe benötigt Ihr Körper viel Flüssigkeit, um der Höhenkrankheit vorzubeugen. Hierfür sind auch ein leicht verdauliches Abendessen am Tag zuvor sowie ein leichtes Frühstück vor der Fahrt empfehlenswert.
Bei einem Grenzübertritt nach Chile und zwischen einzelnen Provinzen Argentiniens dürfen Sie keinerlei Frischwaren mitnehmen.

17. Warten Sie nicht bis zum letzten Tropfen Benzin

Es kann vorkommen, dass es über längere Strecken keine Tankstellen gibt oder eine Tankstelle kein Benzin mehr hat. Daher ist es vor allem in abgelegenen Gebieten wichtig, dass Sie bei jeder Gelegenheit tanken. Rechnen Sie damit, dass Sie in der Höhe mehr Benzin benötigen.
Halten Sie beim Tanken Bargeld (Pesos) bereit, da nicht alle Tankstellen Kreditkarten akzeptieren.

Tanken Sie in abgelegenen Regionen, wie Patagonien, an jeder möglichen Tankstelle
Nutzen Sie in abgelegenen Gebieten jede Gelegenheit zum Tanken!

18. Lernen Sie ein paar Worte Spanisch

Auch ohne nennenswerte Spanischkenntnisse können Sie in Südamerika reisen. Doch oft sind ein paar Worte Spanisch der Schlüssel zu Begegnungen mit der lokalen Bevölkerung. Wer kein Spanisch spricht, wird in Argentinien und Chile mit Händen und Füßen kommunizieren müssen. Nur in den größeren Städten und Hotels wird auch Englisch gesprochen.

19. Fragen Sie Einheimische nach dem Weg

Südamerikaner sind enorm hilfsbereit. Haben Sie keine Hemmungen, sie nach dem Weg zu fragen. Ihre Antwort wird oft das Word bloque beinhalten. Denn Distanzen werden in Städten in „Blocks“ gemessen, womit immer die nächste Straßenkreuzung gemeint ist. „4 Blocks geradeaus, dann 2 Blocks nach links“ bedeutet also, Sie müssen 3 Querstraßen überqueren, dann die 4. Straße nach links abbiegen. Dieser folgen Sie und überqueren 2 weitere Querstraßen bis zu Ihrem Ziel. Da südamerikanische Städte im Schachbrettmuster aufgebaut sind, funktionieren diese Beschreibungen super.

Begegnungen auf den Straßen Südamerikas.
Das Foto ist leider unscharf. Trotzdem ist die Begegnung mit dem vorwitzigen Esel ein Foto wert!

20. Räumen Sie Ihr Auto aus, bevor es ein anderer tut

Dieser bekannte Spruch gilt auch in Südamerika. Argentinien und Chile sind sichere Reiseländer. Wir empfehlen Ihnen dennoch auf Ihre (Wert-)Sachen aufzupassen und nichts im Auto liegen zu lassen. Parken Sie Ihren Mietwagen nach Möglichkeit auf dem Hotelparkplatz oder einem bewachten Parkplatz.

21. Unterschätzen Sie die Distanzen nicht.

Aufgrund der enormen Fläche Argentiniens und der immensen Nord-Süd-Ausdehnung Chiles sind die Entfernungen riesig. Mit den oftmals schlechteren Straßenbedingungen und der Geschwindigkeitsbegrenzung muss zudem deutlich mehr Fahrzeit eingerechnet werden, als wir es aus Deutschland gewöhnt sind. Eine Orientierung gibt die Website Ruta 0 (auf Spanisch). Vor allem in Patagonien führt die Straße oft für Stunden geradeaus auf den Horizont zu. Dies ist faszinierend, birgt aber auch die Gefahr von Ermüdungserscheinungen. Es empfiehlt sich, mehrere CDs mit guter Musik mitzunehmen, da es nicht überall Radioempfang gibt. Ein guter Gesprächspartner darf natürlich auch nicht fehlen!

Eine typische Straße in Patagonien.
Die Straßen in Patagonien führen manchmal stundenlang geradeaus, dem Horizont entgegen.

22. Lesen Sie unsere Routenbeschreibung.

Zusammen mit Ihrer Mietwagenbuchung erhalten Sie von uns eine detaillierte Routenbeschreibung, die Ihnen nicht nur den Weg weist, sondern auch auf interessante Sehenswürdigkeiten hinweist. Wenn Sie zusätzlich ein GPS dabei haben möchten, können Sie dieses vorab hinzu buchen.

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Stephanie Schnittker

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